Die Bundesregierung hat am 21.11.2013 die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) beschlossen,
die am 1.5.2014 in Kraft tritt.

Darin sind unter anderem Neuerungen bezüglich Energieausweise, Wärmedämmung und Heizkessel enthalten.

Bei Verkauf oder Vermietung besteht ab 1.5.2014 die Pflicht, bei Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien die Kennwerte eines vorhandenen Energieausweises wie:
Art des Ausweises (Verbrauch/Bedarf),
den im Ausweis genannten Endenergieverbrauch mit Angabe des Energieträgers für die Heizung
und das Baujahr des Hauses/der Wohnung zu veröffentlichen.



Bei neuen Ausweisen sind die Effizienzklassen von A+ (bis 30 kWh/m²a) bis Klasse H (größer als 250 kWh/m²a) anzugeben. Beim Besichtigungstermin ist der Energieausweis auszulegen. Unverzüglich nach Vertragsabschluss ist dem Mieter/Käufer ein Energieausweis zu übergeben. Ein fehlender Energieausweis stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld bis zu 15000 € bestraft werden.

Die Skala der bis Ende April noch gültigen Energieausweise endet bei 400 kWh/m²a.
Ein Haus mit einem Verbrauch von 250 kWh/m²a  wird bis Ende April noch als durchschnittliches Wohngebäude (gelber Bereich) bezeichnet.
Im neuen Ausweis ab 1.5.2014 wird dieses Haus als energetisch nicht wesentlich modernisiert (roter Bereich) bezeichnet.



Bei der Wärmedämmung muss die oberste Geschossdecke nach EnEV gedämmt werden.

Die Austauschpflicht für Nachtspeicheröfen wurde aufgehoben. Weiterhin dürfen Heizkessel (Gas/Öl), die keine Niedertemperatur bzw. Brennwertkessel sind, nach Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betrieben werden.

Unternehmer sind verpflichtet, die Vorgaben der EnEV einzuhalten und dem Eigentümer zu bescheinigen. Damit auch Sie sicher sein können, die Vorgaben der EnEV einzuhalten, bin ich gerne bereit, Sie zu unterstützen.


Für Wohngebäude bis zu 4 Wohneinheiten, deren Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde und die nicht das Niveau der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 erreichen, ist nur der Bedarfsausweis zulässig.
Die Ausweise haben eine Gültigkeit von 10 Jahren.

Als Energieberater stelle ich diese Ausweise aus und erkläre, worauf man achten muss:

Der bedarfsorientierte Energieausweis bietet Hausbesitzern, Käufern und Mietern eine einfache und verlässliche Information über die Energieeffizienz eines Gebäudes.
Er ermöglicht es, verschiedene Häuser energetisch miteinander zu vergleichen.
Anhand einer Analyse der Gebäudehüllflächen (Fußboden, Decken, Dach, Fenster) und einem Vergleich mit genormten Werten sowie den Daten der Heizungsanlage wird der Energiebedarf, ohne Berücksichtigung des Nutzerverhaltens, ermittelt und mit einer Energiekennzahl dargestellt.
Weiterhin werden Vorschläge für energiesparende Maßnahmen gemacht.

Der verbrauchsorientierte Energieausweis erfasst nur die Energieverbräuche der letzten drei Jahre, die witterungsbereinigt umgerechnet werden.
Eine Aussagekraft, um den Verbrauch mit anderen Gebäuden zu vergleichen, hat dieser Ausweis wegen des unterschiedlichen Nutzerverhaltens und der Bewohneranzahl nicht.

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Aus der Presse:

Ein Energieberater zahlt sich aus!

Bauherren sollten auf das Know-how von Energieberatern setzen, so das Fazit der Solarpraxis AG zum Abschluss des Projekts "Energieeffizient bauen".
In der Untersuchung zur Überprüfung der EnEV in der Praxis wurden mehrere Bauprojekte - Neubauten und Sanierungen im Bestand - analysiert.
Dabei stellten sich erhebliche Mängel bei der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen heraus, die Bauherren viel Geld kosten.

Weitere Informationen zum Energieausweis finden Sie unter
www.dena.de